Yoga ist einen Versuch wert

Foto Jansons
Bettina Gille (links) mit zwei Teilnehmerinnen ihres Yoga-Kurses, der ab dem 14. April wieder in Wacken startet. Foto: Jansons

Artikel in der Hallo, 23.03.2016 Blickpunkt Wacken

 

Unsere Reporterin Manuela Jansons probierte ein VHS-Angebot in Wacken aus.

Wacken  Das Kursprogramm der Volkshochschulen (VHS) ist breit aufgestellt und bietet für nahezu jeden Lebens- und Interessenbereich eine große Auswahl an Möglichkeiten.  Auch die Kurse der VHS Schenefeld überzeugen durch ihre Vielfalt. Dabei finden viele der Angebote nicht allein in Schenefeld statt, sondern werden auch „direkt vor der Haustür“ wie beispielsweise der Yogakurs in der Schule in Wacken angeboten.
Er findet sich auf der Internetseite www.vhs-schenefeld.de im Programm unter dem Button Gesundheit und wird von Bettina Gille geleitet, die mich zu einer „Schnupperstunde“ überredet hat.

 

 

Kursleiterin Bettina Gille

 

Nun bin ich durchaus sehr offen  für neue Erfahrungen und habe in der Tat schon öfter darüber nachgedacht, meinen ungelenken, von vornehmlich sitzender Tätigkeit gezeichneten Körper ein wenig in Form zu bringen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich gerade mit Yoga einige Vorurteile verbunden habe. Vor meinem geistigen Auge  formten sich unter anderem Bilder von geschmeidigen Teilnehmern, die mühelos minutenlang in verknoteten Positionen verharren können und dabei ruhig atmend ihre Mitte finden, während ich als absoluter Neuling mit knirschenden Gelenken, schmerzendem Kreuz und diversen Wohlstandskilos auf den Hüften eher wie die kleine Buddha-Figur aussehe.

 

Doch Versuch macht klug. Also: Auf zu neuen Ufern! Im Musikraum der Schule angekommen, traf ich neben einer absolut unkapriziösen, netten Kursleiterin eine gemischte Truppe „normaler“ Frauen unterschiedlichen Alters, die mich sofort herzlich willkommen hießen. Und gleich zu Anfang wurde mir ein Denkfehler klar: Es geht nicht darum, was man bereits kann. Hier wird man da abgeholt, wo man steht, und wenn es - wie in meinem Fall - so ist, dass man absoluter Neuling ist, dann sollte man sich einfach vertrauensvoll fallen lassen.

 

 Einigermaßen beruhigt stieg ich also mit meinen „Mitstreiterinnen “  in die ersten leichten Übungen ein und stellte fest, dass ich meinen Körper weit mehr vernachlässigt habe, als ich mir bis dahin eingestehen wollte, während mein Körper mir gleichzeitig signalisierte, dass ihm die ungewohnten Bewegungen durchaus gut tun. „Na das wird ja ein Waldspaziergang“, dachte ich kurz und vergaß vollkommen, dass diese Yoga-„Stunde“  sich über eineinhalb Stunden erstreckt sowie die Kursbeschreibung: „Bei diesem Yoga ist Dein Körper viel in Bewegung. Du schwitzt, wirst kraftvoll und beweglich und übst Dich in Achtsamkeit und Konzentration. (…) Der bewusste Atem begleitet und kontrolliert alle Bewegungen…“. Insbesondere die Sache mit dem Atmen wurde mir sehr bewusst.  Während ich mich auf Formvollendung in der Haltung konzentrierte, ließ ich das Atmen völlig außer Acht. Konzentrierte ich mich auf die Ansagen: „Einatmen und zählen, ausatmen und zählen“ , dann verwackelten meine Übungen. Verdutzt musste ich feststellen, dass richtiges Atmen wohl doch nicht so einfach nebenher läuft. Just als ich auf einem Bein wackelnd resignierte und mein Kopf komplett verweigerte, sich entweder auf das eine oder auf das andere zu konzentrieren, stand ich einfach nur da, ohne darüber nachzudenken, spürte das Atemholen und fühlte mich vollkommen ausbalanciert. Wow. Leiderholte mich dieses „wow“ sofort in die Gedankenwelt zurück und ließ mich straucheln, aber ich hatte einen Blick in meine persönliche Mitte getan und fühlte mich dabei großartig. Zwischenfazit: Mach Dich frei. Langsam erhöhte sichder Schwierigkeitsgrad. Während die Kursleiterin locker Arme und Beine bei diversen Twist-Übungen ineinander verschlang und erklärte, dass dabei auch noch Entspannung zu erwarten sei, verlor ich beim Nachmachen den Überblick, wo bei mir rechts und links ist, und bezweifelte, dass meine Muskeln, Gelenke oder Sehnen dies jemals mit Gelöstheit quittieren würden. Ehrgeizig hatte ich immer noch im Hinterkopf der geübten und gelenkigen Kursleiterin nachzueifern. Doch auch hier wurde ich eines besseren belehrt.

 

Balance zwischen Bemühen und Gelassenheit

 

Langsam begriff ich, dass erst die Balance zwischen Bemühen und Gelassenheit mich weiter bringen würde, nicht zuletzt auch durch die Kursteilnehmerinnen, die mir immer wieder aufmunternd versicherten:„Mir ging das genauso“. Schlussendlich ging ich aus dieser Schnupperstunde mit vielen Erkenntnissen, sowohl über meinen Körper, wie über mich selbst nach Hause, und mit dem Gefühl, dass Yoga auf jeden Fall einen Versuch wert wäre. (mja)

 

VHS des Amtes Schenefeld, Mühlenstraße 2, 25560 Schenefeld

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